VW 1500 TS – VARIANT „Vari e olio“

Hallo Teutonen,
zur Zeit befindet sich mein kleiner Variant bei „Heitgreß – Performance in Warendorf“.

Der Grund dafür ist, dass sich Inhaber Christian mit seinem Team dem Thema:
Zusatzölkühler beim VW 1500 TS VARIANT angenommen hat.

Aus der Historie:
Mein Wunsch war, das ich dem kleinen Variant einen externen Zusatzölkühler mit Ölthermostat spendiere.

Das große Manko bei meinem VW1500 TS Variant ist es, dass der Motor sehr schnell in hohen Drehzahlen zu heiß wird.
Bedeutet, wenn ich ihn über 100 km/h schnell bewege, dann steigt die Motoröltemperatur exponentiell an.

Damit mir der Motor nicht „sauer“ läuft, musste ich handeln.
Somit habe ich mich mit Gerd Weiser über dieses Thema unterhalten. Gerd hatte für wie so viele Themen rund um uns luftgekühlten Freaks auch hier ein offenes Ohr.

Durch ein sehr langes Gespräch mit Gerd Weiser verriet er mir, dass er in der Zeit seiner Firmengründung genau die Motorkonfiguration in seinem VW Typ3 Variant fuhr, wie sie heute in meinem kleinen Variant vorzufinden ist.
Zufälle gibt´s !

Zu damaliger Zeit hatte Gerd Weiser dann sehr viele Test durchgeführt. um die Motoröltemperatur bei einem VW Typ3 Variant mit Typ4 Motor auf ein Niveau zu bringen, dass quasi Vollgasfahrten ohne thermische Komplikationen machbar sind.

GWD empfahl mir einen SETRAP SLIM Ölkühler 40x40x650mm mit Niederdruckschläuche und einem Thermostat.

Foto: Ölkühlerset (SETRAP SLIM mit Halterung) für VW TYP3 und Karman Chia von GWD

DIese Materialien gilt es unterzubringen.

Der Motor musste ausgebaut werden, um die Schlauchwege festlegen zu können.

Nachdem einige Varianten der Schlauchwege für die Niederdruckschläuche durchgespielt wurden, entschied sich Heitgerß-Performance für die kürzeste Möglichkeit von der Vorderachse bis zum Ölthermostat.

Die Ölleitungen wurden geradeswegs durch den Tunnel gelegt.

Im Internet einfach mal nachgeschaut, was sich so alles im Fahrzeugtunnel von VW Käfer und Co. befindet


Dafür waren eine Durchführungsplatte von GWD und zwei entsprechend große Bohrungen vor dem Fahrschemel von Nöten, um dort die Niederdruckschläuche aus dem Tunnel heraus zuführen.

Damit die Vor- und Rücklaufschläuche ausreichend Platz am Fahrschemel finden, wurden 10mm Distanzhülsen angefertigt und somit die Karosserie angehoben.

Damit sich der Motorein- und -ausbau als unkompliziert erweist, wurde die Schnittstelle der Niederdruckschläuche an die Schottwand zum Motorraum gelegt.

Die Bohrung wurden versetzt eingebracht, damit die Schrauberei an der Schnittstelle leichter von der Hand geht.

Der SETRAP SLIM LINE Ölkühler wurde an der Vorderachse befestigt.

Damit sich der Ölkühler optimal im Luftstrom befindet, musste die Reserveradwanne geändert werden.

Auf dem Bildern „unten“ ist die originale Reserveradwanne zu erkennen

Im unteren Bereich wurde eine alte Reserveradwanne begradigt, indem 4 cm herausgetrennt wurden. Das Blech welches dann angefertigt und ein geschweißt wurde, hatte eine konkave Form um dem Ölkühler genug Platz zu bieten.

Sauber eingeschweißt, gefüllert, gespachtelt und in Kombination außen „Bodyplast schwarz“ und innen „Glanzschwarz“ lackiert.

Hier der Unterschied der Reserveradwannen:

Somit liegen die Schläuche geschützt im Rahmentunnel und der externe Ölkühler ist ebenfalls geschützt und bereits mit Vor- und Rücklauf verbunden.

Nun konzentrierte man sich auf die Schnittstelle von der Schottwand zum Thermostat.

Also erst einmal den Motor strippen und die Motorverblechung demontieren.

Das Thermostat von Fa. Ahnendorp wird direkt dort angeflanscht, wo sich einst der original Ölkühler vom TYP 4 befand.

Da die Motorverblechung vom Bulli T3 stammt, musste diese im Bereich des Ölkühlers geändert werden, um möglichst viel kühle Luft auf die Zylinder zu leiten.
Die demontierten Motorbleche hat mir Kumpel Schalli freundlicherweise gestrahlt, bevor ich sie dann im Oldschool Design „Hammerschlag Silber met.“ geduscht habe.

Dann ging es an die Endmontage der Motorverblechung und an die zu verschließende Stelle, wo sich einst der originale Ölkühler befand.

Foto zeigt Öffnung in der Motorverblechung zum alten Ölkühler

Ich fertigte mir ein Luftleitblech aus einer alten Kennzeichenunterlage an.

Foto Kennzeichenhalter

Das Luftleitblech wurde im Ausschnitt der Motorverblechung befestigt und somit wird kalte Luft vom Gebläse genau dort hingeleitet wo sie benötigt wird.

Niederdruckschläuche wurden jeweils an den Schnittstellen sauber verpresst.

Die Entscheidung die Niederdruckschläuche durch den Tunnel zu verlegen gefällt mir gut, da die Schläuche weitestgehend vor äußeren Einwirkungen geschützt sind.

Es war genau richtig, auf das Ölkühlerpaket in Verbindung mit dem Thermostat von Gerd Weiser umzurüsten, weil dadurch die Öltemperatur in den Griff zu bekommen ist. Nun wartet der Motor auf seine Remontage ins Heck des kleinen Variant.

Ein toller Erfolg rund um mein luftgekühltes Hobby.

Stay Bluna!
Stephan

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VW 1500 TS – VARIANT „Kurzschlusshandlung“

Hallo Teutonen,
wieder einmal geht es um das Thema: Kabelbaum und Verbraucher.
Durch das Erneuern der Kabelleitungen im Innenraum und am Vorderwagen, habe ich das gleiche auf den Heckbereich des kleinen Variant ausgeweitet.

Somit bekam gleichermaßen der Bereich unter der Rücksitzbank und der des Motorraums eine Sanierung der Elektrik und habe sämtliche Leitungen für Zündung, Zündspule, Anlasser, Verteiler, Lima, Öldruck, Öltemperatur, Benzinpumpe, Sicherheitsrelais usw. erneuert , separiert und durch Bougier Rohr, Schutz– und Schrumpfschläuche gegen äußere Einwirkungen geschützt.

Ansicht unter Rücksitzbank „Fahrerseite“ mit Blick auf das Kuddel-Muddel, wurde durch ausdünnen und anordnen neuer Kabelleitungen mit kleiner Unterverteilung (Schnittstelle) ersetzt. Das Sicherheitsrelais der Benzinpumpe habe ich in „Watte“ gepackt, damit es vor Erschütterung geschützt ist seine angedachte Position beibehält.

Ansicht unter Rücksitzbank „Beifahrerseite“ mit Blick auf Batterie, Batteriehauptschalter und neuer Leitungsverlegung.

Der Bereich unter der Rücksitzbank entspricht nun auch meinen Vorstellungen und somit geht es außerhalb der Fahrgastzelle zum Motorraum.

Eine neue Benzinpumpe war fällig, weil die alte Benzinpumpe mit ein Grund dafür war, dass die Schwimmerkammern meiner Doppel-DELLORTO`S bei hoher Drehzahl nicht mehr ausreichend mit Benzin gefüllt wurden.

Fotos zeigen die Benzinpumpe im Heck des kleinen Variant.
*Ich hatte an dieser Stelle eine Unachtsamkeit, weil die Benzinpumpe im Grunde direkt unmittelbar nach dem Tankausströmer zu Einsatz kommen sollte.

Grund:
Die Pierburg ist keine Saugförderpumpe und gehört nicht unbedingt ins Heck, sondern sie ist so einzusetzen, dass sie kontinuierlich mit 0,3 bar ihre 95 l/h in Richtung Vergaser drücken soll.
Da ich sie jedoch vom Niveau her etwas tiefer angebracht habe als der Tankausströmer, habe ich gute Hoffnung das die Pierburg mir keine „Zicken“ macht und die Schwimmerkammern der DELLORTO`S ausreichend befüllt.
Sollte es so sein das die Pumpe das Benzin nicht ausreichend fördert, werde ich sie an einem neuen Ort unterhalb des Benzintanks platzieren.

Dann kam noch ein Öldruckgeber zum Einsatz.
Der Geber bekam einen verlängerten Flexölschlauch bevor dieser verkabelt wurde.

Neue Zündkerzen, Zündkabel mit. Stecker, Zündkerzenstecker, Verteilerkappe und Verteilerläufer wurden ebenfalls berücksichtig.

Tja,… und dann kam der erste Schlüsseldreh nach vollbrachter Elektrosanierung. Endlich !!!

3..2..1………Bääääähm….oooooh shit

hmmm… es gab einen Knall und der Gestank nach „gekokeltem“ Kunststoff/Gummi breitete sich in der Schrauberhöhle aus.

Mein 4 qmm² Kabel von der Lima ausgehend, war verschrumpelte und das 10 qmm² Kabel zur Batterie und zum Batteriehauptschalter wurde sehr warm.

„Peng“….“Kurzschluss“… = „Bullshit“

Was war passiert?????

Ich hatte im Vorfeld nach einem Systemstecker vom Bulli T2/T3 gesucht und einfach nichts gefunden.
Doch weil ich es nicht mehr länger abwarten konnte, habe ich die Kabelenden mit 4 qmm² Flachsteckhülsen gecrimpt, um endlich die Elektrik testen zu können.
Auf den seitlichen Abstand zwischen Flachsteckhülsen zum Gehäuse der Lima habe ich geachtet, doch der Kurzschluss an der Lima entstand durch das zu tiefe Aufstecken der Flachsteckhülsen auf die +Pole.
Die Flachsteckhülsen konnte ich so weit auf den Pole stecken, dass sie im unteren Bereich das Gehäuse berührten welches an der Stelle nicht isoliert waren. Demzufolge gab es dort den Kurzschluss.

Foto zeigt die zu heiß gewordenen, schrumpeligen Kabelleitungen// Blick auf die Lima die keinen Schaden genommen hätte, wenn ich einen geeigneten Systemstecker eingesetzt hätte. *siehe Unten

Bedeutet: Lima schrott, Anlasser schrott, Kabel defekt und jede Menge Frust und erst mal Feierabend machen !

Nachdem ich dann nach einer gewissen Zeit die Schrauberhöhle wieder aufgeschlossen habe, bin ich voller Tatendrang an die defekten Bauteile gegangen.

Foto: neue Lima// neuer Anlasser// Systemstecker

Ein paar Lima’s hatte ich noch in meinem Fundus, die ich dann auf die Verhältnismäßigkeiten des kleinen Variant anpassen konnte. Einen verstärkten Anlasser (2,0 KW) in einer schlanken Bauform gab es nach intensiver Suche im Internet. Das wichtigste…Systemstecker („rechts“ im Bild, ein originaler Kabelleitungssatz// „links“ im Bild ein, Kabelleitungssatz mit neuem Systemstecker ) in unterschiedlichen Ausführungen für die Lima konnte ich auch auftreiben, damit mir der gleiche Fehler nicht noch einmal passiert.

Kabelleitungen im Motorraum erneut sauber und geschützt verlegt. Der verstärkte Anlasser passt perfekt zwischen Getriebe und Cup-Strebe

Schlüsseldreh Teil 2…… bäääääähmmmm…siehe da, alle Funktionen waren gegeben. Der Anlasser dreht auch.

Das war ein weiterer Schritt in Richtung Spaß am Hobby

Stay Bluna!
Stephan

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VW 1500 TS – VARIANT „Wer bremst… verliert?“

Hallo Teutonen,
in diesem Bericht geht es darum das „alles“ Schlechte auch etwas Gutes in sich trägt.

Da ich zuvor über die aufwendige Elektroarbeit mit ihren Komplikationen berichtet habe und dann Schlussendlich doch im 2. Anlauf den Schlüssel drehen konnte, ohne das es mir den kleine Variant mit Funkenflug, Kabelschmoren oder anderen Defekt-Teufeln honorierte, lag dann noch der Funktionstest an.

Im Grunde ging ich sämtliche Funktionen einmal durch und somit konnte an jedem Verbraucher am Ende grünes Licht gegeben werden.
Abschließend ein beherzter Tritt auf die Bremse….wobei der Tritt dann auch direkt in Leere ging….!

Waaaaaaaas……..was war passiert???

Der im Bremssystem aufbauende Druck hat die hintere Bremsleitung zerborsten. Bäääähmmm
Es zischte und ich bemerkte die austretende Bremsflüssigkeit im hinteren Bereich des Fahrzeuges.
Grrrrrrr….ooooh männo
Das einzig Positive daran war das funktionierende Bremslicht.

Die Kontrolle ergab, dass tatsächlich die Bremsleitung „hinten auf der Beifahrerseite“ aufgeplatzt war.

Grund war nicht etwa ein poröser und in die Jahre gekommener Bremsschlauch der für die Leckage verantwortlich war…nein, nein !!!

Es war tatsächlich die hintere Bremsleitung die ab Tunnel bis zur Schnittstelle des Bremsschlauch verlegt wird. Die Leitung war der Länge (1,5cm Riss) nach gerissen. Eine äußere Einwirkungen konnte ich nicht erkennen.

Nachdem also das Bremssytem in Frage zustellen galt, habe ich mich dazu entschlossen sämtliche Bremsleitungen, Bremsschläuche und den Hauptbremszylinder zu erneuern, um auf der sicheren Seite zu sein.

In diesem Falle besorgte ich mir einen Bremsleitungssatz und Stahlflexleitungen sowie den HBZ von der Fa. CSP aus dem hohen Norden.


Auch hier kann man nur betonen wie kompetent und gut sortiert FA. CSP ihren Job erledigen. Trotz der Schwierigkeiten die das Coronavirus mit sich bringt, haben die bestellten Materialien mich sehr, sehr schnell postalisch erreicht.

Um den Austausch der Bremsleitungen durchführen zu können, habe ich meine Schrauberhöhle verlassen und mich bei Heitgreß – Performance in Warendorf eingenistet. Dort wurde das Bremssystem komplett erneuert.

Nun ist die Sicherheit wieder gegeben und alles ist perfekt und Funktionstüchig.

Gott sei dank ist mir die Bremsleitung in der Garage geplatzt, somit hat „alles Schlechte“ auch „etwas Gutes“.

Stay Bluna!
Stephan

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VW 1500 TS – VARIANT „Wenn`s am Kopf anfängt zu stinken..“

Hallo Teutonen,
da hinter dem Armaturenbrett des kleinen Variant nun die Kabelwege geklärt und die Kabelleitungen vom Armaturenbrett zum Heckbereich verlegt wurden, habe ich mir den Vorderwagen vorgenommen um dort die Kabelleitungen zu erneuern.

Warum? Weil mir beim demontieren der Hauptscheinwerfer klar wurde, dass es auch hier mit der Elektrik mal gewaltig stinkt.

Sämtliche Kabelleitungen waren verschmort und stellten somit ein Sicherheitsrisiko da.

Blick in die Lampentöpfe…

das positive daran.. kein Rost in Sicht.. Ansonsten muss alles raus und gehört erneuert.

Dann habe ich mir die Kabelleitungen ausgehend von den Lampentöpfen zum Sicherungsträger angesehen und musste Feststellen das ich das „so“ nicht lassen kann.

Folgende Verbraucher galt es zu berücksichtigen Deren Kabelleitungen erneuert werden müssen:
Abblendlicht, Fernlicht, Standlicht, Blinker, Positionslampen, Hupe, elektr. Wisch-Waschpumpe, Tankgeber, Standheizung

Also zog ich Kabelleitungen für sämtliche Verbraucher durch die Schottwand. Diese wurden je nach Verbraucher separiert und durch Bougierrohre, Schutz- Schrumpf- und Hitzeschutzschläuche gezogen um sie vor äußeren Einwirkungen zu schützen.

Kabelenden in den Lampentöpfen wurden mit entsprechenden Systemsteckern von Fa. HELLA, Gummitüllen und Flachsteckhülsen bestückt.

Nachdem die Leitungen im und außerhalb des Kofferraums neu verkabelt worden waren, habe ich dem kleinen Variant noch neue H4 – Scheinwerfer spendiert.

Jetzt, wo auch die Front kabelleitungstechnisch auf Stand ist, kann ich mich dem Kabelgewirr im Heck des Fahrzeugs widmen.

…und wieder ein sicherer Schritt rund um mein luftgekühltes Hobby.

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VW 1500 TS – VARIANT „Ready or not“

Hallo Teutonen,
über das Thema: Kabelsalat im kleinen Variant hatte ich bereits berichtet.
Das war eine für mich als Nichtelektriker echt umfangreiche Geschichte.

Da sie die Kabelerneuerung weitläufig über das gesamte Fahrzeug erstreckte, wollte ich auf Nummer sicher gehen und einen klassischen „NOTAUS“ als Batterietrenner einsetzen.

Der kleine Variant war damals schon mit einem Totmann-Schalter ausgestattet, doch bei den neuen Kabelwegstrecken die sich nun im Fahrzeug befinden, wollte ich gern eine NOTAUS-Variante einsetzen, die ich auch in meinem VW Käfer verbaut hatte und sich als nützlich und praktisch herausstellte.

Es ist ein Batteriehauptschalter aus dem maritimen Segelzubehör.

Diesen Massetrenner habe ich in das Fersenbrett hinter dem Beifahrersitz eingepasst und mit entsprechenden 10qmm2 Kabelleitungen bestückt und zwischen Karossierie und Batterie gesetzt.

Nun gelingt es mir beim Verlassen des Fahrzeuges mit einem Dreh am Batteriehauptschalter den kleinen Variant stromlos zu machen.

Ein weiterer Schritt zum sicheren luftgekühlten Hobby.

Stay Bluna!
Stephan

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